Innovationen: Kreativ unterwegs mit dem IT-Tool Mural

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Auch ein virtueller Austausch kann fruchtbar sein und bietet gute Möglichkeiten, Ideen oder Erfahrungen auszutauschen. Anhand des Onlinetools Mural wurde gezeigt, was möglich ist.

Dass eine erfolgreiche und kreative Zusammenarbeit auch in Zeiten der Pandemie virtuell möglich ist, zeigte der Erfahrungsaustausch „Innovation: Mit dem IT-Tool Mural die Chancen digitaler Zusammenarbeit für die Kreativität nutzen“ am 9. März 2021. An dieser Onlineveranstaltung haben vorwiegend Innovationsmanager sowie Vertreter aus der Geschäftsführung und Personalabteilung teilgenommen. Die meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben – laut einer im Rahmen der Veranstaltung durchgeführten Umfrage – die Software Mural noch nicht verwendet. Viele erhoffen sich davon aber Impulse für den virtuellen Ideenaustausch und versprechen sich durch das fokussierte Arbeiten an verschiedenen Fragestellungen einen effizienteren Austausch als dies bei Präsenzveranstaltungen der Fall ist.

Normalerweise leben Innovationsworkshops vom aktiven Austausch der Teilnehmerinnen und Teilnehmer untereinander. So werden zum Beispiel separate Kreativitätsräume in Unternehmen eingerichtet, um mit den unterschiedlichsten Hilfsmitteln die Kreativität der einzelnen Personen zu fördern. Darüber hinaus bieten Präsenzworkshops den Vorteil, sich leichter verbal auszutauschen und beim „Plausch“ in der Kaffeeecke oder bei einem gemeinsamen Imbiss in der Workshoppause auf neue Ideen zu kommen.

Virtuelle Austausche erfolgreich umsetzen

Dennoch kann auch ein virtueller Austausch fruchtbar sein. Wie auch bei einem Präsenzworkshop, können mit dem IT-Tool Mural Ideen über das „Kleben“ von Post-its ausgetauscht werden und anschließend priorisiert werden. Über diese Grundlagen des Ideenaustausches hinaus, können weitere Vorlagen eingebunden werden, um den Erfahrungsaustausch weiter zu intensivieren. Je nach verwendetem IT-Tool sind dabei bereits verschiedene „Templates“ in das Programm integriert. Um zur Entstehung von neuen Ideen beizutragen, können beispielsweise in Mural – oder vergleichbaren IT-Tools – eigene Vorlagen in eingebunden werden. Im Gegensatz zu Präsenzveranstaltungen ist es leichter möglich – geplant oder spontan – Abbildungen, Skizzen oder Filme einzubinden.

Onlinekreativität: Pro und Contra

Virtuelle Zusammentreffen können auch zu einer Zusammenarbeit von Gruppen führen, die sich aufgrund von fehlender räumlicher Nähe oder anderen Gründen, ansonsten im Rahmen von Präsenzveranstaltungen nicht getroffen hätten – laut einer Teilnehmerin können solche Treffen so zum Überwinden von „Silos“ beitragen und abteilungsübergreifende Ideenaustausche leichter ermöglicht werden. Andererseits, so ein weiterer Teilnehmer, ist der bei kreativen Austauschen möglicherweise förderliche Humor, bei virtuellen Treffen nicht so präsent. Eine Teilnehmerin führte an, dass ein mögliches weiteres Hindernis bei der unternehmensweiten oder firmenübergreifenden Verbreitung einer solchen Software in der fehlenden Akzeptanz oder gar Abneigung eines Onlinetools bestehen kann. Als Folge würden sich nur die IT-affinen Teilnehmer am Ideenaustausch beteiligen.

Bei der Verwendung einer Software muss immer darauf geachtet werden, dass die Datensicherheit gewährleistet ist und den europäischen Richtlinien entspricht. In diesem Zusammenhang spielt auch das Land, in dem der Server steht, eine Rolle. Dies muss insbesondere bei sensiblen Daten überprüft werden. Fazit: Je nach Software und Rahmenbedingungen sollte der Austausch zu wirklich innovativen Themen möglicherweise eher doch wieder im klassischen und nicht virtuellen Format stattfinden.

Veranstalter

Die Veranstaltung wurde von ProduktionNRW angeboten. ProduktionNRW ist das Kompetenznetz des Maschinenbaus und der Produktionstechnik in Nordrhein-Westfalen und wird vom VDMA NRW durchgeführt. ProduktionNRW versteht sich als Plattform, um Unternehmen, Institutionen und Netzwerke untereinander und entlang der Wertschöpfungskette zu vernetzen, zu informieren und zu vermarkten. Wesentliche Teile der Leistungen, die ProduktionNRW erbringt, werden aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.