New Work: Arbeit 4.0

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Unter dem Schlagwort „New Work“ werden Veränderungen der Arbeitswelt in Folge der Digitalisierung zusammengefasst. Damit verbunden ist das Thema „Agilität“.

Unter dem Schlagwort „New Work“ und damit unmittelbar verbunden „Agilität“ werden die Veränderungen der Arbeitswelt in Folge der Digitalisierung und eines zunehmend volatilen Umfeldes zusammengefasst. Als agil wird dabei eine Organisation oder auch eine Person angesehen, die in der Lage ist, schnell auf sich verändernde Rahmenbedingungen zu reagieren und dabei auch leistungsfähig sowie motiviert zu bleiben.  

Für die Firmen des Maschinen- und Anlagenbaus spielt dieser Wandel auch eine Rolle. Daher ist ein Überdenken und gegebenenfalls Anpassen der eigenen Arbeitsweisen ebenso erforderlich, um auch zukünftig motivierte Mitarbeiter zu haben, die weiterhin zur Innovationsfähigkeit der Branche beitragen.

Die Onlineveranstaltung „New Work: Arbeit 4.0–“ am 29. April 2021 war der Auftakt der Veranstaltungsreihe „New Work“, die von ProduktionNRW zusammen mit dem VDMA Business Advisory, dem VDMA Competence Center Arbeitsmarkt und den VDMA Landesverbänden durchgeführt wird.

Das große Interesse an New Work und Agilität seitens der Teilnehmerinnen und Teilnehmer täuscht nicht darüber hinweg, dass sich die Unternehmen in diesen Themen, laut eigener Aussage, noch nicht so viel Expertise angeeignet haben. Rund die Hälfte aller vorab Befragten hat damit begonnen, sich mit dem Thema zu beschäftigen oder ist bereits in der Umsetzung eines „New Work“-Projektes. Auf die Frage „Was sind Ihrer Meinung nach die Erfolgsfaktoren für New Work beziehungsweise Agilität?“ antworten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen, dass die Aspekte „Führung“, „Vertrauen“ und eine damit verbundene „Flexibilität“ sowie eine sich daraus ergebende „Mitarbeitermotivation“ notwendig seien.

Andrea Veerkamp-Walz, Referentin der VDMA Business Advisory, griff die Antworten der Teilnehmer auf und ging im Rahmen ihres Einführungsvortrages unter anderem auf die Themen „Führung“ und „Zusammenarbeit“ im Zusammenhang mit New Work ein. So wird demnach die Führungskraft eher als „Coach“ und „Unterstützer“ verstanden. Bezüglich der Zusammenarbeit sind die Mitarbeiter vermehrt in Teams organisiert haben mehr Autonomie als früher. Dr. Reinhard Schmitt, Führungskräftetrainer bei der ProcessOneConsulting GmbH griff im Rahmen seines Impulsvortrages die oben genannte Definition von Agilität auf und stellte dar, welche Merkmale wandlungsfähige und leistungsstarke Organisationen aufweisen sollten. Demnach ist zum Beispiel bei Entscheidungsvorgängen unter anderem mehr Autonomie auf Seiten der Mitarbeiter gefordert. Die neuen Freiräume, die die Mitarbeiter dann am besten ausfüllen sollten, erfordern damit einen Vertrauensvorschuss. Ziel ist es, dass Mitarbeiter selbstständiger innerhalb eines vorher abgegrenzten Rahmens entscheiden können.

Im Zuge der auf den Impulsvorträgen aufbauenden Kleingruppenarbeiten wurde auf die individuellen Fragen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer vertieft eingegangen. Die angesprochenen Schlagworte stellen nur einen kleinen Ausschnitt des breitgefächerten der Begriffe „New Work“ beziehungsweise „Agilität“ dar und werden im Rahmen der Veranstaltungsreihe um weitere Facetten ergänzt und vertieft werden.

Veranstalter

Die Veranstaltung wurde von ProduktionNRW angeboten. ProduktionNRW ist das Kompetenznetz des Maschinenbaus und der Produktionstechnik in Nordrhein-Westfalen und wird vom VDMA NRW durchgeführt. ProduktionNRW versteht sich als Plattform, um Unternehmen, Institutionen und Netzwerke untereinander und entlang der Wertschöpfungskette zu vernetzen, zu informieren und zu vermarkten. Wesentliche Teile der Leistungen, die ProduktionNRW erbringt, werden aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.