Digitalisierung in der Produktion

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Die virtuelle Veranstaltung der Reihe „Startup-Lösungen für den Maschinenbau“ am 23. März 2021 widmete sich dem Thema „Digitalisierung in der Produktion“.

Zur besseren Einschätzung der Erfahrungen im Maschinen- und Anlagenbau bezüglich der Zusammenarbeit mit Startups wurde im Vorfeld der Veranstaltung eine Umfrage durchgeführt. Demnach hatte die Mehrheit des Teilnehmerkreises bisher noch keine Kooperationen mit Jungunternehmen initiiert. Die mehrheitlich aus mittelständischen Firmen stammenden Personen schätzten sich selbst zu zwei Dritteln als „Fortgeschritten“ beziehungsweise „Experten“ auf dem Gebiet der Digitalisierung ein. Die Teilnehmer hatten zudem die Gelegenheit ihre eigenen Fragen zur Diskussion beizutragen. Ein Teilnehmer wollte so wissen „Welchen Mehrwert eine weitere Digitalisierung der eigenen Anlagen für den Kunden und dessen Produkte bringen könnte?“.

Damit Maschinen- oder Anlagenbauunternehmen sowie Startups zusammenkommen, wurde vor rund drei Jahren die VDMA Startup-Machine geschaffen. Deren Projektmanagerin Dr. Laura Dorfer stellte im Zuge eines einführenden Vortrages das vielfältige Serviceportfolio dar. Dies beinhaltet unter anderem „Startup-Scouting“, „Startup-Matching“ und „Mitglieder-Coaching“.

Auf die vorab gestellten Fragen des Teilnehmerkreises gingen die teilnehmenden Startups im Zuge ihrer Pitches ein und zeigten, dass digitale Lösungen auch ohne große Investitionssummen bereits einen ersten Nutzen stiften können.

Lösungen von Startups

Der Startup-Vortrag des Technologiedienstleisters VSight widmete sich einer der Herausforderung vieler Maschinenbauunternehmen bei der Digitalisierung: Wie kann man die relevanten Daten möglichst schnell und am benötigten Ort zur Verfügung stellen? VSight verbindet dabei Experten mit dem Point of Service, um Probleme aus der Ferne zu lösen – zum Beispiel, wenn ein weniger erfahrener Mitarbeiter bei der Wartung einer Maschine Hilfe von einem Experten benötigt. Technisch wird dies über Videostreaming, Markierungen im Video und im Standbild, dem Teilen von Dateien und durch Augmented Reality (AR) ermöglicht.

Der zweite Pitch, gehalten von der 3DSignals GmbH, stellte ein Produkt vor, mit dem mehr Transparenz auf dem Shopfloor von produzierenden Betrieben erreicht werden soll. Die nicht-invasive Lösung generiert und visualisiert dabei Daten aus den Maschinen in der Fertigung und trägt so zu einer besseren Sichtbarkeit über notwendige Wartungen bei. Dadurch ist das frühzeitige Erkennen von Wartungsintervallen möglich und Stillstandzeiten können so reduziert werden.

Das Jungunternehmen IBODigital GmbH verspricht mit seiner vorgestellten Plattform „trustkey“ eine Vereinfachung der Zusammenarbeit von standortübergreifend verteilten Teams. Besonders in Pandemiezeiten kann dieses Produkt, das auf die Digitalisierung und Vernetzung von Prozessen abzielt, von Vorteil für Maschinen- und Anlagenbauer sein.

Trustkey ist eine web-basierte Lösung, die zudem auch ohne Programmierkenntnisse leicht einzusetzen ist. Im Rahmen des vierten Pitches, stellte das Startup Lab1001 eine Bilderkennungslösung vor, dass verschiedene Signale und Anzeigetypen „abliest“, diese analysiert und weiterverarbeitet. Dies können digitale oder mechanische Ziffernzähler, Messgeräte, Zählerskalen, Kontrollleuchten oder komplette Bedienfelder oder auch die genaue Position von Objekten im 3D-Raum sein.

Veranstalter

Die Veranstaltung wurde von ProduktionNRW angeboten. ProduktionNRW ist das Kompetenznetz des Maschinenbaus und der Produktionstechnik in Nordrhein-Westfalen und wird vom VDMA NRW durchgeführt. ProduktionNRW versteht sich als Plattform, um Unternehmen, Institutionen und Netzwerke untereinander und entlang der Wertschöpfungskette zu vernetzen, zu informieren und zu vermarkten. Wesentliche Teile der Leistungen, die ProduktionNRW erbringt, werden aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.