Leichtbau – Design for Recycling

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Leichtbau ist eine der entscheidenden Zukunfts- und Schlüsseltechnologien zum Erreichen von notwendigen Klima- und Nachhaltigkeitszielen. Der Maschinen- und Anlagenbau kann als Enabler einen wertvollen Beitrag leisten.

Die angestrebten Klimaschutzziele und der nachhaltige Umgang mit Rohstoffen führen zu einer veränderten Gesetzgebung, die sich auch auf den Maschinen- und Anlagenbau auswirken. Unter den Schlagworten CO2-Preis und Rezyklatquoten ergeben sich neue Rahmenbedingungen für die Industrie. Wie man diese Veränderungen nutzen, die Chancen für die eigene Firma ergreifen und auch die Herausforderungen bewältigen kann, war Gegenstand der Veranstaltung am 22. September. Ebenso thematisierte der Erfahrungsaustausch, welche Fördermöglichkeiten es im Themenfeld Leichtbau gibt und wie eine erfolgreiche Zusammenarbeit im Rahmen eines Verbundprojektes aussehen kann.

Zur besseren Einschätzung der Zusammensetzung und des Kenntnisstandes der Teilnehmerschaft des virtuellen Erfahrungsaustausches wurde eine Vorabumfrage durchgeführt. Demnach waren aufgrund der Fokussierung auf „Design“ zum großen Teil Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Entwicklung und der Konstruktion vertreten. Ebenso beteiligten sich Personen aus den Bereichen Geschäftsführung und Business Development an der Veranstaltung. Gefragt nach dem eigenen Kenntnisstand, gaben etwas mehr als die Hälfte an, dass sie sich selbst als „Anfänger“ in den Themenfeldern „Leichtbau“ und insbesondere „Design for Recycling“ einschätzen. Chancen für den Maschinen- und Anlagenbau werden unter anderem beim Einsatz von Leichtbau zur Steigerung der Ressourcen- und Energieeffizienz – und damit verbunden auch einer möglichen Kostensenkung – gesehen.  Als Herausforderungen wurden seitens des Teilnehmerkreises genannt, dass mehr Leichtbau-Expertise aufgebaut werden muss sowie Fragen der Kosten und Machbarkeit noch nicht vollständig geklärt seien.

Dámaso López Ruiz, Projektleiter der VDMA-Arbeitsgemeinschaft Hybride Leichtbau Technologien, griff die angesprochenen Themen auf und gab einen Überblick über das Thema Leichtbau aus der Sicht des Verbandes. Demnach ist der Leichtbau eine der entscheidenden Zukunfts- und Schlüsseltechnologien und besitzt das Potential, für zahlreiche Branchen einen maßgeblichen Beitrag zum Erreichen von notwendigen Klima- und Nachhaltigkeitszielen zu leisten. Aufgrund der Bedeutung wird das Thema unter anderem durch das Technologietransfer-Programms Leichtbau des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie unterstützt. Dieses Förderprogramm trägt dazu bei, Leichtbau-Know-how des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus in allen Facetten – vom Rohstoff bis zum fertigen Produkt sowie neueste Fertigungstechnologien und vielfältige Anwendungen – zu betrachten und neue Impulse zu setzen. Gefördert werden dabei Einzel- und Verbundprojekte zwischen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Hochschulen. Kleine und mittlere Unternehmen werden durch den KMU-Bonus besonders gefördert. Am Beispiel des „Digitaler Design for Recycling Prozess“-Projektes wurde unter anderem von Prof. Schlichter Managing Director der ITA Augsburg gGmbH dargestellt, wie eine solche Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Unternehmen funktionieren kann.

Der Erfahrungsaustausch zeigte, dass der Bedarf an Carbonfasern weiter zunehmen wird – aber damit verbunden auch der Abfall an Fasern, der während der Produktion oder am Ende des Produktlebenzyklusses anfällt. Wichtig ist daher, einen Entwicklungsansatz zum Schließen des Kreislaufs von Leichtbauprodukten zu schließen – mit dem „Design for Recycling“-Ansatz kann dies gelingen.

​​​​​​​Veranstalter

Die Veranstaltung wurde von ProduktionNRW angeboten. ProduktionNRW ist das Kompetenznetz des Maschinenbaus und der Produktionstechnik in Nordrhein-Westfalen und wird vom VDMA NRW durchgeführt. ProduktionNRW versteht sich als Plattform, um Unternehmen, Institutionen und Netzwerke untereinander und entlang der Wertschöpfungskette zu vernetzen, zu informieren und zu vermarkten. Wesentliche Teile der Leistungen, die ProduktionNRW erbringt, werden aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.